Sauerkraut: klassisch gekocht mit Wacholder, Lorbeer und Kümmel

Sauerkraut: klassisch gekocht mit Wacholder, Lorbeer und Kümmel

Stoppuhr Visualisierung Vorbereitungszeit 15 Min. Vorbereitung Sanduhr Visualisierung Zubereitungszeit 50 Min. Zubereitung Besteck Visualisierung Schwierigkeit einfach

Für klassisches Sauerkraut schmorst du gekauftes Kraut mit Zwiebel und Apfel langsam und zugedeckt, bis es weich und mild ist. Sauerkraut entsteht aus fein geschnittenem Weißkohl, der mit Salz milchsauer gärt; daher kommt seine frische Säure. Wenn du Sauerkraut kochen willst, das nicht nur sauer schmeckt, machen drei Gewürze den Unterschied: Wacholderbeeren bringen eine harzige Würze, Lorbeer eine herbe Tiefe und Kümmel eine würzige, leicht süßliche Note. Unser Sauerkraut-Rezept braucht 15 Minuten Vorbereitung und rund 50 Minuten im Topf und ist zugleich die Grundlage für Kassler mit Sauerkraut, Schupfnudeln oder einen Auflauf.

Mehr über das prägende Gewürz: Was ist Wacholder? – oder direkt unsere Wacholderbeeren BIO.

Zutaten & Zubereitung

Portion(en)

Zutaten

800 g Sauerkraut, gekauft
1 Stück Zwiebel, fein gewürfelt
1 Stück Apfel, säuerlich, geschält und klein gewürfelt
2 EL Butterschmalz oder Pflanzenöl
6 Stück
Wacholderbeeren BIO
4,99€
entspricht 99,80€ / 1 kg
Wacholderbeeren BIO
2 Blatt
Lorbeerblätter BIO
7,49€
entspricht 936,25€ / 1 kg
Lorbeerblätter BIO
1 TL
Kümmel BIO, ganze Samen
7,49€
entspricht 93,63€ / 1 kg
Kümmel BIO, ganze Samen
250 ml Wasser oder Gemüsebrühe
100 ml trockener Weißwein (optional)
1 Stück Kartoffel, mehligkochend (optional, zum Binden)
zum Abschmecken Salz
zum Abschmecken Pfeffer, frisch gemahlen
1 Prise(n) Zucker

Zubereitung

    1. Gib das Sauerkraut in ein Sieb, lass es gut abtropfen und lockere es mit einer Gabel auf. Ob du es kurz abspülst, ist Geschmackssache: Abgespült schmeckt es milder, ungespült behält es mehr Säure.
    2. Erhitze das Butterschmalz oder Öl in einem breiten Topf bei mittlerer Hitze. Schwitze die Zwiebelwürfel darin etwa 3 Minuten glasig an, ohne dass sie Farbe nehmen.
    3. Gib die Apfelwürfel dazu und dünste sie 2 Minuten mit, bis sie an den Kanten weich werden.
    4. Drücke die Wacholderbeeren mit dem Messerrücken leicht an. Gib sie mit dem Kümmel in den Topf und röste beides unter Rühren etwa 1 Minute mit, bis es duftet. Willst du die Beeren später nicht heraussuchen, gib sie stattdessen mit den Lorbeerblättern in ein Tee-Ei und lege es im nächsten Schritt ins Kraut.
    5. Gib das Sauerkraut dazu und vermenge es gut mit Zwiebel, Apfel und Gewürzen. Gieß Wasser oder Brühe an, nach Wunsch zusätzlich den Weißwein, und lege die Lorbeerblätter ein. Lass alles einmal aufkochen, das dauert etwa 2 Minuten.
    6. Leg den Deckel auf, stell die Hitze auf niedrige Stufe und lass das Sauerkraut 30 Minuten sanft schmoren. Rühre etwa alle 10 Minuten um. Setzt es am Boden an oder ist kaum noch Flüssigkeit zu sehen, gieß einen Schuss Wasser nach.
    7. Schäle zum Binden die Kartoffel, reibe sie direkt in den Topf fein und rühre sie unter. Schmore alles zugedeckt weitere 10 Minuten, bis die Flüssigkeit leicht sämig ist; ohne Kartoffel schmort das Kraut ebenfalls noch 10 Minuten. Es ist fertig, wenn es weich, aber noch leicht bissfest ist und eine hellgoldene Farbe hat.
    8. Nimm Lorbeerblätter und Wacholderbeeren (oder das Tee-Ei) heraus. Schmecke mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker ab. Salze sparsam, denn das Kraut bringt schon Salz mit.